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Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von innovativen In-silico-Anwendungen in der Medizin

  • 9. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Mit der neuen Förderbekanntmachung „Use Cases für die modellhafte und versorgungsrelevante Anwendung von In-silico-Methoden in der Medizin“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) innovative Forschungsprojekte, die computergestützte Modellierungen und Simulationen gezielt für medizinische Fragestellungen einsetzen. Die Maßnahme ist Teil des Forschungs- und Förderkonzepts „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“ und soll dazu beitragen, den Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung zu beschleunigen.



Gefördert werden interdisziplinäre Forschungsverbünde aus Wissenschaft und Wirtschaft, die datengetriebene In-silico-Methoden anhand konkreter medizinischer Anwendungsfälle (Use Cases) entwickeln und validieren. Ziel ist es, bislang ungelöste klinische Fragestellungen oder wissenschaftliche Herausforderungen entlang der gesamten biomedizinischen Translationskette – von der Grundlagenforschung über die Präklinik bis zur Versorgung – zu adressieren.


Förderfähig sind unter anderem:

  • Methoden zur Identifizierung neuer Wirkstoffe und zum Drug Repurposing,

  • datengetriebene Verfahren für Diagnostik und Patientenstratifizierung,

  • computergestützte Vorhersagen von Krankheitsverläufen,

  • Simulationen von Wirkstoffeffekten in präklinischen oder klinischen Modellen,

  • Modelle zur Risikobewertung und klinischen Entscheidungsunterstützung,

  • Softwarelösungen zur Planung klinischer Studien auf Basis von Omics-Daten.


Voraussetzung für eine Förderung ist das Vorliegen belastbarer Datensätze bereits zum Projektstart. Die Vorhaben sollen einen klaren Mehrwert für die medizinische Versorgung aufzeigen und konkrete Verwertungs- und Transferstrategien für die spätere Anwendung entwickeln.


Nicht gefördert werden:

  • klinische Studien,

  • der Aufbau neuer Biomaterialsammlungen,

  • die umfangreiche De-novo-Generierung biomedizinischer Daten,

  • Vorhaben mit Schwerpunkt auf der Neuentwicklung grundlegender Methoden oder Technologien.


Das Förderverfahren ist zweistufig aufgebaut. Bis zum 27. August 2026 können Projektskizzen für eine bis zu zehnmonatige Machbarkeitsphase eingereicht werden. Die erfolgreichsten Vorhaben werden anschließend für eine bis zu dreijährige Realisierungsphase ausgewählt.


Mit der Durchführung der Fördermaßnahme ist der DLR Projektträger – Bereich Gesundheit in Bonn beauftragt. Weitere Informationen, Leitfäden und Antragsunterlagen stehen über das Förderportal des BMFTR zur Verfügung: https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2026/06/2026-06-01-bekanntmachung-postinfektioese-erkrankungen.html?view=renderNewsletterHtml


Wenn Sie eine Projektidee im Bereich digitale Gesundheit, KI oder datengetriebene Medizinforschung verfolgen und hierfür Partner suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung und Konsortialbildung im Space2Health-Netzwerk unter support@space2health.de.



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