Richtlinie zur Förderung von Vorhaben der strategischen Projektförderung mit der Republik Korea zu den Themen „Halbleiter und KI-basierte Assistenzrobotik“
- 17. Aug.
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Mit einer neuen Fördermaßnahme unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit dem koreanischen Ministerium für Handel, Industrie und Ressourcen (MOTIR) die deutsch-koreanische Zusammenarbeit in Forschung, Technologie und Innovation. Ziel ist es, gemeinsam entwickelte technologische Innovationen voranzubringen, den Technologiereifegrad zu erhöhen und insbesondere deutschen Unternehmen den Zugang zum koreanischen Markt zu erleichtern. Gleichzeitig sollen langfristige deutsch-koreanische Forschungs- und Wirtschaftspartnerschaften aufgebaut und bestehende Netzwerke gestärkt werden.

Gefördert werden Forschungsprojekte als Verbundvorhaben, die in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Korea eines oder mehrere der nachfolgenden Themen bearbeiten:
Thema 1: Halbleiter
Leistungshalbleiter (Power Semiconductor)
Automobil-Halbleiter (Automotive Semiconductor)
Speichertechnologien (Memory Technologies): neue Technologiekonzepte (MRAM, FE-RAM), (quelloffene) Werkzeuge für die Entwurfsautomatisierung, neue Konzepte auf Komponentenebene (Speicher-Controller, Fehlerkorrektur, Datenkompression, Rechnen im Speicher, Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit), vorzugsweise auf der Grundlage von RISC-V
Sogenanntes Advanced Packaging: Heterointegration, Chiplets, Entwurfswerkzeuge und Standardisierung für Chiplets, geteilte Fertigung
Fehleranalyse und Testung (Failure Analysis and Testing): KI-Methoden für die automatisierte Fehleranalyse, neue Konzepte für die Inline-Prozesskontrolle
Grüne Produktion in der Elektronik (Green Production in Electronics): Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs in der Halbleiter-/Elektronikfertigung, Vermeidung von kritischen und/oder ökologisch bedenklichen Materialien
Thema 2: KI-basierte Assistenzrobotik
Mehrzweckroboter für den anwendungsübergreifenden Einsatz in der Gesundheit und Medizin einschließlich
Pflegerobotik (Care Robotics)
Therapierobotik/Therapeutische Roboter (Therapy Robotics/Therapeutic Robots)
Soziale Robotik (Social Robotics)
Kollaborative Robotik (Collaborative Robotics)
Robotik im öffentlichen Raum (Public Robotics)
Humanoide Roboter (Humanoid Robotics)
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, wobei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen angesprochen werden. Ein Verbund muss aus mindestens vier und maximal sechs förderfähigen Einrichtungen aus beiden Ländern bestehen. Dabei dürfen höchstens drei Partner aus einem Land beteiligt sein und aus jedem Land müssen mindestens ein Unternehmen und eine wissenschaftliche Einrichtung vertreten sein. Partner aus weiteren Ländern können beteiligt werden, erhalten aus dieser Fördermaßnahme jedoch keine Förderung.
Für die deutsche Seite können in der Regel bis zu 1 Million Euro je Verbundprojekt beantragt werden. Die Laufzeit beträgt in der Regel bis zu 36 Monate. Förderfähig sind unter anderem projektbezogenes Personal, Sachmittel und Geräte, in begründeten Fällen Aufträge an Dritte sowie Reise- und Aufenthaltskosten für die deutsch-koreanische Zusammenarbeit. Auch Workshops, internationale Veranstaltungen sowie die Erlangung und Validierung von Patenten können unterstützt werden.
Voraussetzung ist, dass die Vorarbeiten bereits relativ weit fortgeschritten sind. Zum Zeitpunkt der Antragstellung wird grundsätzlich ein Technology Readiness Level (TRL) von 3 bis 4 erwartet. Zudem müssen die Vorhaben das Potenzial für eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Korea erkennen lassen.
Das Antragsverfahren ist auf deutscher und koreanischer Seite miteinander abgestimmt. Die deutschen Projektpartner wenden sich an den DLR Projektträger – Europäische und internationale Zusammenarbeit. Die koreanischen Partner müssen parallel einen komplementären Antrag beim Korea Institute for Advancement of Technology (KIAT) einreichen.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem DLR Projektträger bis spätestens 4. November 2026 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen. Die Projektskizze muss von dem deutschen Antragsteller gemeinsam mit einem Kooperationspartner aus Korea eingereicht werden. Bei Verbundprojekten aus Deutschland sind die Projektskizzen in Abstimmung mit dem/der vorgesehenen Verbundkoordinator/in vorzulegen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.
Wenn Sie bereits eine Projektidee im Bereich KI-basierte Assistenzrobotik, Medizintechnik, Rehabilitation oder weiterer Schnittstellen zwischen Raumfahrt- und Gesundheitstechnologien entwickeln und hierfür Partner im Space2Health-Netzwerk oder passende Kontakte für eine internationale Kooperation suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung und Konsortialbildung unter support@space2health.de.
Weitere Informationen zur Förderbekanntmachung finden Sie hier.

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