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BMFTR-Bekanntmachung: Interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung postinfektiöser Erkrankungen

vor 11 Minuten
1 Min. Lesezeit

Postinfektiöse Erkrankungen wie Long-/Post-COVID oder ME/CFS stellen weiterhin eine große Herausforderung für Forschung und Gesundheitsversorgung dar. Trotz intensiver wissenschaftlicher Aktivitäten bestehen erhebliche Wissenslücken hinsichtlich der zugrunde liegenden biologischen Mechanismen und möglicher Ansatzpunkte für Prävention, Diagnostik und Therapie.

 

Mit der Förderrichtlinie „Interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen von postinfektiösen Erkrankungen“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen Forschungsverbünde, die ein besseres Verständnis der Krankheitsentstehung und -ausprägung schaffen sollen.

 

Gefördert werden interdisziplinäre Verbundprojekte aus Grundlagenforschung, klinischer Forschung und weiteren relevanten Disziplinen. Im Mittelpunkt stehen die Untersuchung und funktionelle Charakterisierung krankheitsrelevanter Pathomechanismen sowie die Identifikation neuer Ansätze für Diagnostik, Prävention und Therapie.

 

Mögliche Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem:

  • Biomarkerforschung und Patient:innen-Stratifizierung

  • Immunologische, neurologische und metabolische Mechanismen

  • Virale Persistenz und Reaktivierungsprozesse

  • Geschlechts- und altersabhängige Krankheitsmechanismen

  • Organoid- und Zellmodelle

  • KI-gestützte Analyse bestehender Datensätze

  • Systembiologische Modellierung von Krankheitsprozessen

 

Für das Space2Health-Netzwerk ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte in den Bereichen digitale Gesundheit, Humanphysiologie, Biomarkerentwicklung, künstliche Intelligenz, Präzisionsmedizin sowie bei der Erforschung von Immun-, Herz-Kreislauf- und Regulationsmechanismen des menschlichen Körpers.


Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Universitätskliniken, Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Voraussetzung ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der wissenschaftliche, klinische und gegebenenfalls industrielle Expertise zusammenführt.

 

Besonders begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze, die bestehende Datenquellen, Register, Kohorten und Biobanken nutzen sowie die aktive Beteiligung von Patientinnen und Patienten in den Forschungsprozess integrieren.


Wichtige Termine:

  • Einreichung der Projektskizzen: 27. Januar 2027

  • Zweistufiges Antragsverfahren

  • Laufzeit der geförderten Verbünde: in der Regel bis zu drei Jahre

 

Wenn Sie bereits eine Projektidee verfolgen und geeignete wissenschaftliche oder industrielle Partner suchen, unterstützt das Space2Health-Netzwerk gerne bei der Vernetzung und Partneridentifikation.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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