AKTUELLES

Biodiversität liefert Ökosystemleistungen, die die Lebensgrundlage menschlicher Existenz auf der Erde bilden. Zu diesen Lebensgrundlagen gehören beispielsweise die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Sauerstoff, die ­Sicherung einer gesunden Ernährung, aber auch das Vorhandensein von intakten Naturräumen. Durch den drastischen Verlust von Biodiversität in den letzten Jahrzehnten ist auch die menschliche Gesundheit direkt und indirekt bedroht. Denn es bestehen vielfältige Verbindungen zwischen Biodiversität und der menschlichen Gesundheit. Um Wissen über kausale Zusammenhänge zu erlangen, ob und wie die Potenziale der Biodiversität für die Gesundheitsförderung eingesetzt werden können, bedarf es einer tiefergehenden Analyse der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Gesundheit.

Das BMBF beabsichtigt im Rahmen dieser Förderrichtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit Forschungsprojekte zu fördern, die grundlegende Beiträge zum Verständnis der Zusammenhänge zwischen einer biodiversen Umgebung und der menschlichen Gesundheit schaffen. So sollen innovative Ansätze zur Gesundheitsförderung basierend auf Bio­diversität erschlossen werden. Gefahren und Nutzen für die physische als auch für die psychische menschliche Gesundheit sollen betrachtet werden, die kausal aus Biodiversität bzw. deren Veränderung hervorgehen. Die Ergebnisse der geförderten Projekte sollen für Prävention und Gesundheitsförderung sowie therapeutische Ansätze gegen körperliche und psychische Leiden genutzt werden können. Im Ergebnis der Maßnahme liegen Erkenntnisse dazu vor, welche konkreten Aspekte von Biodiversität Gesunderhaltung und Krankheitsentstehung beeinflussen können.


Gegenstand der Förderung bilden in der ersten Förderphase Forschungs- und Entwicklungs- (FuE)-Einzelvorhaben, in der zweiten Förderphase FuE-Verbundvorhaben, die neue Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkzusammenhänge ­zwischen Biodiversität bzw. deren Veränderung und menschlicher Gesundheit liefern, oder mithilfe von Fallstudien Konzepte für die Entwicklung gesundheitsfördernder Biodiversitätsinterventionen entwickeln und umsetzen.

Geförderte Themenfelder sind:

  • Integrität von Gewässer- oder Bodenökosystemen

  • Gesundheitsgefahren durch Zoonosen

  • Agrobiodiversität

  • Nicht übertragbare Krankheiten

  • Stadt- und Landschaftsentwicklung

  • Psychische Erkrankungen und Resilienz


NICHT geförderte Themenfelder sind:

  • biotechnologische Nutzung von Biodiversität (z. B. Wirkstoffforschung)

  • Bedeutung globaler Handels-/Produktionsstrukturen (auch Landwirtschaft) für Biodiversitätsveränderungen

  • Auswirkungen des individuellen Verhaltens (Ernährungsgewohnheiten, Konsumverhalten) auf die globale Gesundheit und Biodiversität

  • Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit (z. B. extreme Wetterereignisse, UV-Strahlung)

  • Bedeutung des Wildtierhandels für die Entstehung globaler Infektionskrankheiten

  • Effekte, die Natur im Allgemeinen auf die menschliche Gesundheit hat, ohne den Faktor Biodiversität im Besonderen zu erfassen

  • Forschung an menschlichem Mikrobiom als isolierte Fragestellung ohne den Zusammenhang mit dem Kontakt zu Umwelt-Biodiversität

Grundsätzlich förderfähig ist auch die Entwicklung von Methoden zur einheitlichen Erhebung und zur Analyse medizinischer und biodiversitätsbezogener Daten, um die gemeinsame Verarbeitung von Daten aus ­verschiedenen Disziplinen zu erleichtern.


Die Forschungsförderung erfolgt wettbewerblich in zwei aufeinander aufbauenden Phasen.

  • Phase 1: Konzeption und Zusammenstellung der Verbünde

  • Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

  • Laufzeit: bis zu einem Jahr

  • Fördersumme: 100.000 € je Projekt

  • Phase 2: Erforschung von Wirkzusammenhängen zwischen Biodiversität und Gesundheit bzw. von Anwendungen von Biodiversitätsinterventionen

  • Antragsberechtigt sind Einrichtungen der Kommunen und Länder, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Universitätskliniken, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und gesellschaftliche Organisationen

  • Laufzeit: bis zu drei Jahren

Das Antragsverfahren ist einstufig angelegt. Für die erste Phase („Konzeptionsphase“) sind dem Projektträger rechtsverbindlich unterschriebene, förmliche Förderanträge bis zum 16. November 2022 über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ einzureichen.


Mehr Informationen: https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2022/08/2022-08-09-Bekanntmachung-Biodiversit%C3%A4t.html?view=renderNewsletterHtml

Für die Gesundheitsversorgung der Menschen werden kontinuierlich neue Therapieansätze sowie Arzneimittelwirkstoffe entwickelt. Diese müssen zunächst in präklinischen Studien identifiziert und anschließend validiert werden. Für die nachfolgenden klinischen Entwicklungsschritte sollten die präklinischen Ergebnisse replizierbar sein und durch angemessene Qualitätsstandards abgesichert werden. Jedoch herrscht bei der Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen noch Verbesserungspotenzial. Konfirmatorische Studien, die Verlässlichkeit und Robustheit der explorativen Ergebnisse testen, dienen als verlässliche Basis für die weitere Entwicklung. Gleichzeitig kann eine systematische Auswertung von präklinischen Forschungsergebnissen hilfreich sein, Lücken zu identifizieren, unnötige Doppelforschung zu vermeiden und eine Basis für Forschungsstudien zu legen.


Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, Methoden und Phasen der präklinischen Forschung zu unterstützen, die dazu beitragen, die Aussagekraft, Robustheit und Verlässlichkeit der wissenschaftlichen präklinischen Forschungsergebnisse zu erhöhen. Darüber hinaus sollen Anreize für eine systematische Ergebnisauswertung der präklinischen Forschungsliteratur, die Weiterentwicklung von qualitätsgesicherten Verfahren sowie der Publikation von Null- bzw. negativen Ergebnissen gesetzt werden.


Die Fördermaßnahme ist in die nachfolgend aufgeführten Module unterteilt:

Modul 1: Konfirmatorische, präklinische Studien


Es sollen wissenschaftsinitiierte, präklinische, konfirmatorische Studien gefördert werden, die als labor-übergreifende Verbundprojekte umgesetzt werden. Sie sollen dazu geeignet sein zu entscheiden, ob die Ergebnisse in einem nächsten Schritt in die weitere präklinische Entwicklung und anschließend in frühe klinische Studien überführt werden können.

Modul 2: Systematische Reviews


Gefördert werden systematische Reviews und Metaanalysen von präklinischen Studien nach internationalen Standards zur Analyse der Evidenzlage präklinischer Forschungsergebnisse in einem bestimmten Krankheitsgebiet.


Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrich­tungen.


In der Regel können:

  • Konfirmatorische Studien (Modul 1) für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren

  • Systematische Reviews (Modul 2) für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren

gefördert werden.


In der ersten von zwei Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 19. Oktober 2022 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.


Mehr Informationen: https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2022/07/2022-07-20-Bekanntmachung-Reviews.html

Wann: 28.09.2022 – 29.09.2022

Wo: ESA/ESTEC, Noordwijk


Die „ESA Industry Space Days“ werden von der Kommerzialisierungsabteilung der ESA organisiert, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren im gesamten Weltraumsektor zu fördern. Zu den wichtigsten Elementen der diesjährigen Veranstaltung gehören:

  • vorab geplante 1-on-1-Meetings, um neue Kontakte zu knüpfen

  • eine Ausstellung mit ESA- und Industrieständen und der Möglichkeit, sich mit zukünftigen Partnern auszutauschen

  • Keynotes und Podiumsdiskussionen mit Beiträgen von ESA, Industrie, Investoren und institutionellen Partnern

  • Präsentationen und Workshops der ESA über Geschäftsmöglichkeiten und zukünftige Aktivitäten

Die Veranstaltung ist offen für Unternehmen und Investoren aus ESA-Mitgliedstaaten, assoziierten Staaten, kooperierenden Staaten und der Europäischen Union.


Weitere Informationen: https://isd.esa.int/