top of page

SPRIND Challenge „Next Frontier Robotics

28. Sept.
2 Min. Lesezeit

Mit der SPRIND Challenge „Next Frontier Robotics“ startet die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) einen der ambitioniertesten Robotik-Wettbewerbe Europas. Ziel der Challenge ist es, grundlegende Durchbrüche bei Robotik-Hardware und intelligenten Mehrzweckrobotersystemen zu erreichen und damit Europas technologische Souveränität in einem strategisch wichtigen Zukunftsfeld zu stärken.

 

Hintergrund der Ausschreibung ist die wachsende Nachfrage nach Robotiklösungen für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen. Während heutige Systeme vor allem in kontrollierten und standardisierten Umgebungen erfolgreich eingesetzt werden, stoßen sie bei komplexen, unstrukturierten und sich ständig verändernden Einsatzszenarien häufig an ihre Grenzen. Gleichzeitig erhöhen Fachkräftemangel, demografischer Wandel und internationale Wettbewerbsdynamiken den Bedarf an leistungsfähigen und autonomen Robotiksystemen.

 

Die Challenge richtet sich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und Unternehmen, die mit innovativen Ansätzen die nächste Generation intelligenter Robotik entwickeln möchten. Dabei verfolgt SPRIND das Ziel, nicht nur technologische Innovationen hervorzubringen, sondern langfristig auch ein offenes und interoperables europäisches Robotik-Ökosystem aufzubauen.

 

Die Ausschreibung gliedert sich in zwei komplementäre Tracks:

  • Track 1 – Integrated Platforms: Entwicklung vollständig integrierter Robotersysteme, die komplexe physische Aufgaben in realen Umgebungen autonom ausführen können.

  • Track 2 – Hardware Components: Entwicklung neuartiger Robotik-Komponenten wie Aktuatoren, Sensorik, Greifsysteme oder Gelenke mit deutlichen Leistungssprüngen gegenüber dem Stand der Technik.

 

Im Mittelpunkt stehen Anwendungen in Bereichen wie Logistik, Intralogistik, Bauwesen, Landwirtschaft, industrielle Wartung, Pflege und weiteren realen Einsatzumgebungen. Nicht adressiert werden Drohnen, medizinische Eingriffe am Menschen sowie Unterwasser- und maritime Robotiksysteme.

 

Für das Space2Health-Netzwerk ergeben sich insbesondere interessante Anknüpfungspunkte in den Bereichen Pflegerobotik, Assistenzsysteme für Gesundheitseinrichtungen, autonome Logistiklösungen, KI-gestützte Robotik, Mensch-Roboter-Interaktion, Sensorik, digitale Gesundheitsinfrastrukturen sowie bei Technologien, die perspektivisch auch in Raumfahrtanwendungen oder extremen Einsatzumgebungen genutzt werden können.

 

Besonders spannend ist der starke Fokus auf Interoperabilität, Modularität und plattformübergreifende Nutzbarkeit. Im Verlauf der Challenge werden Robotik-Komponenten und vollständige Robotiksysteme schrittweise miteinander kombiniert und unter realitätsnahen Bedingungen getestet. Ziel ist es, offene Ökosysteme zu schaffen, die Hardware und Software unterschiedlicher Anbieter nahtlos integrieren können.

 

Die Challenge erstreckt sich über rund drei Jahre und umfasst vier aufeinander aufbauende Entwicklungsstufen. In jeder Phase müssen die Teams ihre Fortschritte gegenüber einer unabhängigen Jury demonstrieren. Nur die erfolgreichsten Teams qualifizieren sich für die jeweils nächste Runde und erhalten weitere Finanzierung.

 

Neben der finanziellen Förderung erhalten die Teams Zugang zu Coaching-Angeboten, Unterstützung beim Unternehmensaufbau sowie Kontakte zu Industriepartnern, Investoren und potenziellen Anwendern. Die Challenge verfolgt ausdrücklich das Ziel, aus den geförderten Technologien langfristig erfolgreiche Unternehmen und neue industrielle Wertschöpfungsketten in Europa entstehen zu lassen.

 

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Start-ups, etablierte Unternehmen sowie weitere innovative Teams. Unternehmen müssen ihren Hauptsitz in der Europäischen Union, der EFTA oder dem Vereinigten Königreich haben. Die Gründung neuer Unternehmen während der Laufzeit der Challenge ist ausdrücklich möglich und erwünscht.

 

Wichtige Termine:

  • Start der Ausschreibung: 11. August 2026

  • Webinar I: 3. September 2026

  • Webinar II: 1. Oktober 2026

  • Bewerbungsfrist: 22. Oktober 2026 (18:00 Uhr MESZ)

  • Jurysitzung und Auswahl: 11.–12. November 2026

  • Start der Challenge: 13. November 2026

  • Finale Abschlussrunde: Dezember 2029

 

Weitere Informationen finden Sie hier.


 
 
 

Kommentare


bottom of page