Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für kofinanzierte Promotionsprojekte im Bereich der ESA Exploration Science
- 13. Juli
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Mit dem neuen ESA-Aufruf für kofinanzierte Promotionsprojekte im Bereich Exploration Science unterstützt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wissenschaftliche Forschungsvorhaben. Ziel ist es, Wissenslücken in der menschlichen und robotischen Exploration zu schließen und gleichzeitig exzellente wissenschaftliche Forschung zu fördern. Die ausgeschriebenen Promotionsprojekte können sowohl der explorationsorientierten Forschung (Exploration-Focused Science) dienen, die direkt zukünftige Raumfahrtmissionen unterstützt, als auch der explorationsgestützten Forschung (Exploration-Enabled Science), bei der Raumfahrtinfrastrukturen als einzigartige Forschungsumgebungen genutzt werden.

Gefördert werden Promotionsvorhaben an Universitäten und Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen aus den Bereichen der Human- und Robotikexploration adressieren. Die Themen reichen von Lebenswissenschaften und Medizin über physikalische und planetare Wissenschaften bis hin zu Fragestellungen, die für künftige Missionen zum Mond oder Mars relevant sind. Die Forschung muss einen klaren Bezug zu den wissenschaftlichen Prioritäten der ESA aufweisen und einen identifizierten Wissensbedarf der europäischen Explorationsprogramme adressieren.
Für das Space2Health-Netzwerk ist die Ausschreibung besonders interessant, da sie zahlreiche Anknüpfungspunkte im Bereich der Weltraummedizin und Gesundheitsforschung bietet. Mögliche Themen umfassen beispielsweise die Auswirkungen von Mikrogravitation auf den menschlichen Körper, die Entwicklung neuer Methoden zur Gesundheitsüberwachung während Langzeitmissionen, KI-gestützte Analysen biologischer Daten, physiologische Anpassungsprozesse oder die Nutzung von Raumfahrtforschung zur Lösung medizinischer Fragestellungen auf der Erde.
Antragsberechtigt sind Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den an der ESA-Explorationsinitiative beteiligten Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland. Die vorgeschlagenen Doktorandinnen und Doktoranden können jede Nationalität besitzen. Darüber hinaus müssen die Antragsteller nachweisen, dass sie ihre nationale Agentur/Vertretung vor Einreichung ihres Vorschlags informiert haben. Kontakt für Deutschland ist:
Die Förderung erfolgt als kofinanziertes Promotionsprojekt. Die ESA übernimmt dabei bis zu 50 Prozent der Projektkosten und maximal 90.000 Euro pro Vorhaben. Die Laufzeit beträgt in der Regel drei Jahre, kann jedoch in begründeten Fällen angepasst werden. Die Umsetzung erfolgt über ein sogenanntes Cooperative Agreement zwischen ESA und der ausgewählten Einrichtung.
Das Verfahren ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Phase wird eine Projektidee über die Open Space Innovation Platform (OSIP) eingereicht. Nach erfolgreicher Begutachtung werden ausgewählte Projekte zur Einreichung eines Vollantrags eingeladen. Die Frist für die Einreichung der Projektskizzen endet am 30. Oktober 2026 um 16:00 Uhr (CET). Bewertet werden insbesondere die wissenschaftliche Exzellenz, die Relevanz für die Explorationsziele der ESA sowie die Umsetzbarkeit und Kofinanzierung des Vorhabens.
Gerade für Forschungseinrichtungen an der Schnittstelle von Raumfahrt, Gesundheit, Datenwissenschaften und Künstlicher Intelligenz bietet der Aufruf attraktive Möglichkeiten, wissenschaftliche Nachwuchsförderung mit langfristigen Forschungsperspektiven im Bereich der europäischen Exploration zu verbinden.
Weitere Informationen finden Sie unter:https://ideas.esa.int/core/servlet/hype/IMT?documentTableId=8771689495415590575&userAction=Browse&templateName=&documentId=6caf5857fce176c0e990aac535624469




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