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Humboldt Research Professorship: Bis zu 3 Millionen Euro für internationale Spitzenforschung in Deutschland

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Mit der neuen Humboldt Research Professorship schafft die Alexander von Humboldt-Stiftung im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanzierten 1.000-Köpfe-Plus-Programms neue Möglichkeiten, international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Forschungsstandort Deutschland zu gewinnen. Ziel ist es, strategisch wichtige Zukunftsthemen mit exzellenten Forschenden aus dem Ausland zu besetzen und deutsche Forschungseinrichtungen langfristig zu stärken.

 

Die Besonderheit des Programms liegt darin, dass die ausgezeichneten Forschenden ihre wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland aufbauen können, ohne ihre bestehende Position im Ausland zwingend aufgeben zu müssen. Dadurch werden flexible Kooperationsmodelle zwischen deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen ermöglicht. Die Geförderten sollen innovative Forschungsgruppen aufbauen, internationale Kooperationen initiieren und neue Forschungsformate entwickeln.

 

Die Förderung richtet sich an international anerkannte Spitzenforschende aller Fachrichtungen, deren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt seit mindestens fünf Jahren außerhalb Deutschlands liegt. Gesucht werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits außergewöhnliche Forschungsleistungen erbracht haben und von denen künftig weitere wissenschaftliche Durchbrüche erwartet werden. Nominierungen sind sowohl für Forschende bis 18 Jahre nach der Promotion als auch für etablierte Wissenschaftspersönlichkeiten späterer Karrierestufen möglich.

 

Finanziell gehört die Humboldt Research Professorship zu den attraktivsten Forschungsförderungen in Deutschland. Das Preisgeld beträgt in der Regel 1,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Forschende und bis zu 3 Millionen Euro für experimentell arbeitende Forschende über einen Zeitraum von fünf Jahren. Zusätzlich erhalten die aufnehmenden Einrichtungen eine Verwaltungspauschale von 20 Prozent. Bei einer langfristigen wissenschaftlichen Perspektive in Deutschland kann die Förderung unter bestimmten Voraussetzungen um weitere Mittel und ein zusätzliches Förderjahr erweitert werden.

 

Nominierungsberechtigt sind deutsche Hochschulen. Darüber hinaus können außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gemeinsam mit Hochschulen an der Einwerbung einer Humboldt Research Professorship mitwirken. Neben der wissenschaftlichen Exzellenz der vorgeschlagenen Person spielen die geplante Integration in die deutsche Forschungslandschaft, die institutionelle Verankerung sowie die langfristigen Entwicklungsperspektiven eine wichtige Rolle im Auswahlverfahren.

 

Das Auswahlverfahren erfolgt in zwei Stufen. Nach einer Vorauswahl durch einen unabhängigen Auswahlausschuss werden die aussichtsreichsten Kandidatinnen und Kandidaten extern begutachtet. Die endgültige Entscheidung erfolgt anschließend in einem internationalen und fächerübergreifenden Wettbewerb.

 

Wichtige Termine:

  • Start der Nominierungsrunde: 15. Juli 2026

  • Nominierungsfrist: 16. November 2026

  • Vorauswahl (Shortlist): März 2027

  • Finale Auswahlentscheidung: Oktober 2027

 

Weitere Informationen:

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