Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung eines Konzeptwettbewerbs „Innovationslabore für KI-basierte Robotik (Robo-Hubs)“
- 12. Juni
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Der Förderaufruf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) verfolgt das Ziel sogenannte „Robo-Hubs“ aufzubauen. Die Hubs sollen als praxisnahe Brücken zwischen Forschung, Unternehmen und Anwendung fungieren und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu modernen Robotik- und KI-Technologien erleichtern. Thematisch sind verschiedene Anwendungsfelder möglich, darunter Produktion, Logistik, Bauwesen, Agrarwirtschaft sowie Gesundheit und Pflege.

Gefördert wird zunächst ein Konzeptwettbewerb zum Aufbau solcher Robo-Hubs. In dieser ersten Phase werden Verbundprojekte gefördert, die tragfähige Konzepte für einen späteren Hub entwickeln. Inhaltlich sollen die Konzepte unter anderem Forschungsinfrastrukturen wie Reallabore, Testfelder und Simulationsumgebungen, Transferprojekte für Unternehmen, Wettbewerbsformate („Competitions“), Qualifizierungsangebote für Fachkräfte sowie Beiträge zu Standardisierung und offenen Technologien umfassen. In der später angestrebten Umsetzungsphase sollen daraus konkrete Forschungs- und Entwicklungsverbünde entstehen, die die Hubs praktisch aufbauen und betreiben. Nicht gefördert werden im Konzeptwettbewerb Unternehmen selbst. Auch der Bau von Gebäuden ist ausgeschlossen. Unternehmen können jedoch als Industriepartner eingebunden werden und sollen ausdrücklich an der Konzeptentwicklung mitwirken. In Transferprojekten der späteren Umsetzungsphase tragen Unternehmen ihre eigenen Aufwände selbst.
Antragsberechtigt für den Konzeptwettbewerb sind ausschließlich staatliche und nichtstaatliche Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit ausgewiesener Expertise in KI-basierter Robotik. Die Verbünde sollen aus etwa zwei bis vier Partnern bestehen. Unternehmen, Verbände oder andere Organisationen können beteiligt werden, erhalten in dieser Wettbewerbsphase jedoch keine Förderung. Nicht antragsberechtigt sind damit insbesondere reine Unternehmensverbünde oder Einzelunternehmen.
Die Einreichungsfrist für die förmlichen Förderanträge endet am 31. Juli 2026 um 23:59 Uhr. Das Verfahren ist einstufig. Konsortien reichen gemeinsam einen Förderantrag mit einer ausführlichen Gesamtvorhabenbeschreibung ein. Diese erhalten eine Förderung von bis zu 500.000 Euro für eine Laufzeit von neun Monaten, um ein detailliertes Umsetzungskonzept für einen Robo-Hub zu erarbeiten.
Die Auswahl der Vorlaufprojekte ist bis Anfang Oktober 2026 vorgesehen, der Projektstart wird für den 1. Dezember 2026 angestrebt. Im Sommer 2027 präsentieren die Konsortien ihre fertigen Konzepte vor dem BMFTR und einem Gutachtergremium; anschließend werden bis zu drei Siegerkonsortien ausgewählt, die in eine geförderte Umsetzungsphase überführt werden können.
Weitere wichtige Informationen: Für die spätere Aufbauphase der Robo-Hubs wird ausdrücklich eine Kofinanzierung durch Industrie und Bundesländer erwartet; angestrebt werden 30 bis 50 Prozent Eigen- bzw. Drittmittelanteil. Die Konzepte müssen daher bereits im Wettbewerb ein belastbares Verstetigungs- und Geschäftsmodell nachweisen. Zudem sollen die Hubs eng mit dem Robotics Institute Germany (RIG) zusammenarbeiten und bestehende Robotikinitiativen sinnvoll ergänzen.
Ansprechpartner beim Projektträger sind Dr. Steffen Wischmann, Dr. Julia Kaltschew und Florian Tornette (robotik@vdivde-it.de). Weitere Informationen und Unterlagen finden sich auf der Website des BMFTR sowie beim Projektträger.
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