Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung transnationaler Materialforschungsprojekte im ERA-NET „M-ERA.NET III“
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Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen des internationalen Netzwerks M-ERA.NET III Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Materialwissenschaft. Ziel ist es, innovative Materialien für industrielle Anwendungen und nachhaltige Technologien zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen europäischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu stärken. Die Förderung ist Teil des Materialforschungsprogramms „Materialinnovationen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft (Mat2Twin)“.

Ziel der Maßnahme ist es, innovative Materialien für industrielle Anwendungen zu entwickeln, nachhaltige Technologien voranzutreiben und die internationale Zusammenarbeit in der Materialforschung zu stärken. Die internationale Ausschreibung umfasst mehrere Themenfelder der Materialforschung. Deutschland beteiligt sich jedoch nur an zwei davon.
1. Intelligente Funktionsmaterialien für adaptive Systeme
Bei intelligenten Funktionsmaterialien handelt es sich um Materialien, deren physikalische oder chemische Eigenschaften sich gezielt verändern können, wenn sie äußeren Reizen ausgesetzt werden, etwa Temperatur, Licht oder mechanischer Belastung.
Solche Materialien können beispielsweise in folgenden Bereichen eingesetzt werden:
Sensoren und Aktuatoren
intelligente Textilien
adaptive technische Systeme
selbstregulierende Materialien.
Ziel ist es, Materialien zu entwickeln, die eine höhere Leistungsfähigkeit und gleichzeitig eine bessere Ressourceneffizienz ermöglichen. Digitale Methoden wie computergestützte Materialentwicklung, Simulation oder maschinelles Lernen sollen dabei möglichst berücksichtigt werden.
2. Substitution von PFAS
Gefördert werden Forschungsprojekte, die:
PFAS durch alternative Materialien ersetzen
neue Produktionsprozesse ohne PFAS entwickeln
die Umwelt- und Nachhaltigkeitswirkungen möglicher Ersatzstoffe untersuchen.
Dabei soll auch der gesamte Lebenszyklus der Materialien betrachtet werden, um sicherzustellen, dass die neuen Lösungen tatsächlich umweltfreundlicher sind.
Obwohl die internationale Ausschreibung mehrere Bereiche der Materialwissenschaft umfasst, fördert Deutschland nur die oben aufgeführten Themen.
Explizit nicht förderfähig sind beispielsweise:
Forschungsarbeiten zu Batteriematerialien
Anwendungen im Lebensmittelbereich
Anwendungen im Kosmetikbereich
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen. Gefördert werden ausschließlich transnationale Verbundprojekte.
Ein Konsortium muss daher folgende Mindestanforderungen erfüllen:
mindestens ein deutscher Industriepartner muss Teil des Projektkonsortiums sein
mindestens drei Projektpartner
Beteiligung von mindestens drei verschiedenen Ländern oder Regionen
darunter mindestens zwei Partner aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten.
Das Antragsverfahren ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Phase müssen Projektskizzen sowie ein internationales Pre-Proposal eingereicht werden. Die Frist dafür ist der 12. Mai 2026, 12 Uhr (MESZ). Nach einer internationalen Begutachtung werden ausgewählte Konsortien zur Einreichung eines vollständigen Projektantrags aufgefordert. Die Frist für das sogenannte Full Proposal ist der 18. November 2026.
Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMFTR derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Neue Materialien und Chemie (NMT)
Forschungszentrum Jülich GmbH 52425 Jülich
weitere Informationen unter https://www.werkstofftechnologien.de/
Wenn Sie bereits eine Idee oder eine Projektskizze haben, jedoch noch nach einem Verbundpartner suchen, melden Sie sich bei uns unter support@space2health.de. Wir helfen Ihnen gerne dabei, passende Verbundpartner im INNOspace Netzwerk Space2Health zu finden.




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