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Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten für Systems Engineering mit In silico-Methoden

  • 8. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Mit der neuen Förderrichtlinie „Systems Engineering mit In silico-Methoden“ startet das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) einen zentralen Baustein des Forschungs- und Förderkonzepts „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“. Ziel ist es, innovative computergestützte Methoden, Modelle und Softwarewerkzeuge für die Gesundheitsforschung zu entwickeln und deren Einsatz in der biomedizinischen Forschung voranzutreiben. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Hochleistungsrechnen und modernen Datenanalyseverfahren sollen biologische Prozesse, Krankheitsverläufe und Therapieansätze künftig schneller, präziser und effizienter untersucht werden. Die Fördermaßnahme soll dazu beitragen, In silico-Methoden als wichtige Säule der Medizin der Zukunft zu etablieren und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung zu beschleunigen.



Gefördert werden interdisziplinäre Verbundprojekte, die neue oder verbesserte In silico-Methoden für die Analyse, Verarbeitung und Simulation biomedizinischer Daten entwickeln. Im Fokus stehen innovative Computermodelle und Analysewerkzeuge, die aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsforschung adressieren, beispielsweise die Integration heterogener Gesundheitsdaten, die Analyse hochdimensionaler Datensätze, die Identifizierung neuer Therapieziele, das Wirkstoffdesign oder die Simulation klinischer Studien. Die Ausschreibung ist grundsätzlich themenoffen, verlangt jedoch die Fokussierung auf ein konkret definiertes medizinisches Anwendungsfeld, beispielsweise Krebs, Frauengesundheit, Augenheilkunde oder andere relevante Krankheitsbilder und Organsysteme.


Voraussetzung für eine Förderung ist die enge Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus den Datenwissenschaften – etwa Bioinformatik, Medizininformatik oder Data Science – mit Forschenden aus der klinischen Gesundheitsforschung. Bereits zu Projektbeginn muss eine tragfähige Datengrundlage vorliegen, auf deren Basis die entwickelten Methoden validiert und angewendet werden können. Zudem sollen Aspekte wie Diversität, Partizipation von Patientinnen und Patienten sowie Open Science und Forschungsdatenmanagement angemessen berücksichtigt werden.


Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Die Laufzeit der Verbundprojekte beträgt in der Regel bis zu drei Jahre.

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe müssen Projektskizzen mit einem Umfang von maximal zwölf Seiten bis zum 20. August 2026, 12:00 Uhr, über das Portal easy-Online eingereicht werden. Nur die positiv bewerteten Skizzen werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Bewertet werden unter anderem die wissenschaftliche Qualität, Innovationshöhe, klinische Relevanz, Verwertbarkeit der Ergebnisse sowie die Qualität des Datenmanagements und der Verbundstruktur.


Für Akteure aus dem Space2Health-Netzwerk ergeben sich besonders interessante Anknüpfungspunkte in den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale Gesundheitsforschung, Modellierung biologischer Systeme, Big Data Analytics sowie digitale Zwillinge und simulationsbasierte Entscheidungsunterstützung. Insbesondere Technologien und Methoden, die ursprünglich für komplexe Systeme in der Raumfahrt entwickelt wurden, könnten wertvolle Beiträge zur Entwicklung neuer In silico-Ansätze für die Medizin leisten.


Wenn Sie bereits eine Projektidee entwickeln und hierfür Kontakte im Space2Health-Netzwerk suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung unter support@space2health.de


 

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