top of page

Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema Disruptive Ansätze für die nächste Generation medizinischer Sensorik

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Medizinische Sensoren sind eine Schlüsseltechnologie für die moderne Gesundheitsversorgung – sowohl auf der Erde als auch in der Raumfahrt. Fortschritte in Bereichen wie Mikroelektronik, Messtechnik, Quantentechnologie und Materialwissenschaft ermöglichen immer kleinere, präzisere und leistungsfähigere Sensorsysteme. Diese Technologien werden beispielsweise eingesetzt, um Vitaldaten von Patientinnen und Patienten kontinuierlich zu überwachen oder Astronautinnen und Astronauten während Weltraummissionen medizinisch zu monitoren.

Ziel dieser Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)  ist es, neue Sensortechnologien zu entwickeln, die medizinische Diagnostik, Therapie und Nachsorge grundlegend verbessern können. Im Fokus stehen besonders hochinnovative und potenziell disruptive Ansätze, die neue Möglichkeiten zur Messung klinisch relevanter Biomarker am oder im menschlichen Körper eröffnen.Die Förderrichtlinie verfolgt daher mehrere Ziele:

  • Entwicklung neuer Sensortechnologien mit hoher Markt- und Versorgungsrelevanz

  • Verbesserung bestehender diagnostischer, therapeutischer oder Nachsorgeverfahren

  • Entwicklung neuer medizinischer Anwendungen bis hin zu funktionalen Prototypen

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Medizintechnikindustrie.


Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Messung klinisch relevanter Biomarker, beispielsweise zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten oder zur kontinuierlichen Überwachung von Patientinnen und Patienten. Typische Innovationsfelder können unter anderem sein:

  • neue Sensormechanismen oder Messprinzipien

  • Miniaturisierung medizinischer Sensoren

  • biokompatible oder bioresorbierbare Materialien

  • energieautarke Sensorsysteme

  • multimodale Sensorik zur gleichzeitigen Messung mehrerer Biomarker

  • Integration von Sensorik mit Edge-KI und medizinischen Geräten

  • deutlich verbesserte Produktionsverfahren.


Die Richtlinie umfasst zwei Fördermodule.


Modul 1: Anwendungsorientierte Einzel- und Verbundvorhaben

Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf Forschungs- und Entwicklungsprojekten zur Entwicklung neuer medizinischer Sensoren oder Sensorsysteme. Die Projekte sollen unter anderem:

  • neue Biomarker messen oder identifizieren

  • kontinuierliche Messungen am oder im Körper ermöglichen

  • eine deutlich bessere Datenqualität liefern

  • patientenschonende und energieeffiziente Lösungen entwickeln.


Am Ende der Projektlaufzeit soll idealerweise ein funktionsfähiger Prototyp vorliegen. Die Laufzeit der Projekte beträgt in der Regel bis zu 36 Monate.


Modul 2: Begleitprojekt

Neben den technologischen Forschungsprojekten wird ein Begleitprojekt gefördert. Dieses Projekt soll:

  • die geförderten Vorhaben miteinander vernetzen

  • gemeinsame Fragestellungen zu Regulierung und Zulassung bearbeiten

  • Workshops und Statuskonferenzen organisieren

  • Handlungsempfehlungen für die Markteinführung medizinischer Sensorik entwickeln.


Darüber hinaus soll das Begleitprojekt auch regulatorische Aspekte etwa im Zusammenhang mit der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) oder dem europäischen Gesundheitsdatenraum analysieren.


Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Start-ups, KMU und Großunternehmen), Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sowie Verbände, Vereine und Non-Profit-Organisationen. Gefördert werden sowohl Einzelprojekte als auch Verbundvorhaben. Insbesondere bei Verbundprojekten wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erwartet. Darüber hinaus müssen Projekte bereits frühzeitig eine Strategie für die spätere regulatorische Zulassung entwickeln. Dazu gehört beispielsweise die geplante Risikoklassifizierung des Produkts nach der europäischen Medizinprodukteverordnung.


Das Antragsverfahren ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Phase müssen Projektskizzen eingereicht werden. Die Frist dafür ist der 27. April 2026, 12 Uhr (MESZ). Ausgewählte Projekte werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Erst danach erfolgt die endgültige Förderentscheidung.


Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMFTR derzeit folgenden Projektträger beauftragt:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbHProjektträgerschaft „Medizintechnik und Gesundheitstechnologien“

Steinplatz 1

10623 Berlin 



Wenn Sie bereits eine Idee oder eine Projektskizze haben, jedoch noch nach einem Verbundpartner suchen, melden Sie sich bei uns unter support@space2health.de. Wir helfen Ihnen gerne dabei, passende Verbundpartner im INNOspace Netzwerk Space2Health zu finden.

Kommentare


bottom of page