Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Stärkung der Resilienz der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenlagen“
- saskiathoenissen
- 16. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität und Wertschöpfung in Deutschland und wird im Rahmenprogramm der Bundesregierung im Rahmenprogramm der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit – Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft“ (www.sifo.de) zur zivilen Sicherheitsforschung durch ganzheitliche und praxisnahe Forschungsansätze gefördert. Dabei werden Akteure aus Staat, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft sowie Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen. Zunehmend komplexe Krisen wie Klimawandel, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten stellen die gesellschaftliche Resilienz immer häufiger vor neue Herausforderungen. Um diesen zu begegnen, soll die Bevölkerung stärker in kooperative Maßnahmen eingebunden werden, die Selbsthilfefähigkeiten und Eigenvorsorge fördern. Ziel der Förderrichtlinie ist es, Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz in Krisen- und Katastrophenlagen zu erforschen, zu erproben und im Sinne eines ganzheitlichen All-Hazard- und Whole-of-Society-Ansatzes in Bildungs- und Lernprozessen zu verankern.

Die im Rahmen dieser Richtlinie geförderten Projekte sollen eine bedarfs- und nutzergerechte Information und Ansprache, ein gesteigertes Bewusstsein sowie eine Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber Risiken, Gefahren, Krisen und Katastrophen unterstützen sowie die Selbsthilfefähigkeiten unter Kenntnis des Zwecks und der Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes stärken.
Gefördert werden Verbundvorhaben zwischen Wissenschaftseinrichtungen sowie mindestens einem weiteren Projektpartner aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Gebietskörperschaften wie Kommunen, betroffene und zuständige Bundes- und Landesministerien und deren Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der Wirtschaft. Diese sollten im Sinne der Förderrichtlinie die Selbsthilfefähigkeiten stärken, aber auch „best practices“ identifizieren und innovative und praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln sowie deren Umsetzungsmöglichkeiten erproben und demonstrieren.
Bedarfe werden beispielsweise in folgenden Themenfeldern beziehungsweise Fragestellungen gesehen:
1. Risikobewusstsein (Awareness Raising)
2. Verbesserung der Selbsthilfefähigkeiten
3. Sozialraumorientierte Resilienz (Community Resilience)
Die Laufzeit der Vorhaben ist auf einen Zeitraum von drei bis vier Jahren angelegt.
Die Forschungsverbünde zum Thema „Stärkung der Resilienz der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenlagen“ sollen während der Projektlaufzeit durch ein wissenschaftliches Begleitvorhaben flankiert werden, das zwei grundlegende Funktionen erfüllt. So sollen einerseits übergreifende Fragestellungen zum Forschungsgegenstand adressiert, Ergebnisse aus den im Rahmen der Förderrichtlinie geförderten, aber auch aus thematisch verwandten, nationalen und internationalen Forschungsprojekten zusammengeführt sowie die übergreifende Ergebnisverbreitung unterstützt werden. Andererseits soll im Rahmen des Begleitvorhabens eine umfassende Diskursanalyse zum gesellschaftlichen Risiko- und Sicherheitsverständnis durchgeführt werden.
Die Laufzeit des Begleitvorhabens ist auf einen Zeitraum von vier Jahren angelegt.
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Gebietskörperschaften, Behörden und deren Forschungseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Einreichungsstichtag für die erste Verfahrensstufe ist der 11. März 2026.
Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMFTR derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
VDI Technologiezentrum GmbH
Projektträger Sicherheitsforschung
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Wenn Sie bereits eine Idee oder eine Projektskizze haben, jedoch noch nach einem Verbundpartner suchen, melden Sie sich bei uns unter support@space2health.de. Wir helfen Ihnen gerne dabei, passende Verbundpartner im INNOspace Netzwerk Space2Health zu finden.
Alle wichtigen Informationen zur neuen Förderrichtlinie und den Ansprechpartnern finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.



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