Bekanntmachung des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss - Forschungsprojekte zur themenoffenen Förderung zur Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung
- 8. Juli
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Mit einer neuen themenoffenen Förderbekanntmachung unterstützt der Innovationsausschuss (IA) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) innovative Projekte der Versorgungsforschung. Ziel der Förderung ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu gewinnen und diese langfristig in die Versorgungspraxis zu überführen. Gefördert werden Forschungsvorhaben mit hoher Praxisrelevanz, die konkrete Versorgungsprobleme adressieren, innovative Lösungsansätze entwickeln und einen erkennbaren Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität oder -effizienz leisten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung der Patientenperspektive, sektorenübergreifenden Versorgungskonzepten sowie dem Einsatz digitaler Lösungen und E-Health-Anwendungen.

Im Gegensatz zur parallel veröffentlichten themenspezifischen Förderbekanntmachung ist dieser Aufruf bewusst offen gestaltet. Förderfähig sind Forschungsprojekte zu allen versorgungsrelevanten Fragestellungen, sofern sie nicht den vier Themenfeldern der themenspezifischen Ausschreibung (psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung, Patientenschulungen in DMP, Entscheidungsunterstützung bei invasiven Maßnahmen für Hochbetagte sowie KI-Nutzung in der Versorgung) zuzuordnen sind.
Gefördert werden Projekte, die die Versorgung unter Alltagsbedingungen untersuchen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Richtlinien, Versorgungsstrukturen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen liefern können. Die Projekte sollen eine hohe wissenschaftliche Qualität aufweisen, gleichzeitig aber einen klaren Nutzen für die praktische Patientenversorgung erkennen lassen. Erwartet werden zudem Strategien zur nachhaltigen Implementierung der Ergebnisse sowie die aktive Einbindung von Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen oder Selbsthilfeorganisationen.
Nicht gefördert werden unter anderem Produktentwicklungen, klinische Zulassungsstudien für Arzneimittel oder Medizinprodukte, Studien zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), reine Evaluationen bestehender Selektivverträge sowie Projekte, die bereits öffentlich gefördert werden oder sich in der Umsetzungsphase befinden.
Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Krankenkassen und ihre Verbände, Leistungserbringende, Patientenorganisationen, Selbsthilfeverbände sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Voraussetzung ist, dass die Antragstellenden über einschlägige Erfahrungen in der Versorgungsforschung verfügen und die notwendige wissenschaftliche Expertise nachweisen können.
Projekte sollen in der Regel eine Laufzeit von maximal 36 Monaten haben, in begründeten Ausnahmefällen sind bis zu 48 Monate möglich. Die Förderung erfolgt in einem einstufigen Verfahren. Vollständige Anträge müssen bis zum 20. Oktober 2026, 12:00 Uhr, elektronisch über das Antragssystem des DLR Projektträgers eingereicht werden. Die Förderentscheidung des Innovationsausschusses wird voraussichtlich am 21. Mai 2027 veröffentlicht.
Für das Space2Health-Netzwerk bietet die themenoffene Ausschreibung vielfältige Anknüpfungspunkte. Förderfähig sind beispielsweise Vorhaben zu digitaler Gesundheit, Telemedizin, datengetriebenen Versorgungsansätzen, Prävention, Rehabilitation, sektorenübergreifender Versorgung oder neuen Konzepten zur Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen. Dadurch eröffnet der Aufruf breiten Raum für innovative Transferideen an der Schnittstelle von Raumfahrttechnologien und Gesundheitsversorgung.
Wenn Sie bereits eine Projektidee entwickeln und hierfür Kontakte im Space2Health-Netzwerk suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung unter support@space2health.de
Weitere Informationen finden Sie unter: https://innovationsfonds.g-ba.de/foerderbekanntmachungen/foerderbekanntmachung-versorgungsforschung-zum-themenoffenen-bereich.55




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