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Bekanntmachung zur Förderung von Leitprojekten für die Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten: Industrielle, domänenspezifische KI zur Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen

  • 3. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Entwicklung von industrieller, domänenspezifischer Künstlicher Intelligenz (KI). Ziel der Maßnahme ist es, das Potenzial von KI gezielt für die Wertschöpfung in deutschen Schlüsselbranchen zu erschließen und die technologische Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken.


Im Fokus stehen KI-Systeme, die speziell auf die Anforderungen einzelner Branchen zugeschnitten sind und tiefes Fachwissen, branchenspezifische Daten sowie bestehende Prozesse berücksichtigen. Anders als allgemeine Sprachmodelle sollen diese Lösungen konkrete industrielle Herausforderungen adressieren und sich direkt in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lassen.


Gefördert werden Transfer-Leitprojekte, die Wissenschaft und Industrie in leistungsstarken Verbünden zusammenbringen. Die Projekte müssen insbesondere folgende Themen adressieren:

  • Entwicklung domänenspezifischer KI-Modelle und Open-Source-Lösungen

  • Aufbau branchenspezifischer Dateninfrastrukturen und Datenpipelines

  • Überwindung von Datensilos durch offene Standards und Governance-Modelle

  • Integration von KI in reale industrielle Prozesse und Anwendungen


Zu den adressierten Branchen gehören unter anderem:

  • Industrielle Fertigung und Maschinenbau

  • Mobilität und Automobilindustrie

  • Chemie und Cleantech

  • Medizintechnik

  • Agrarwirtschaft

  • Informations- und Kommunikationstechnologien


Für Space2Health ist insbesondere der Bereich Medizintechnik interessant. Genannt werden unter anderem KI-gestützte Diagnostik sowie die Verarbeitung multimodaler Datenquellen. Darüber hinaus ergeben sich Anknüpfungspunkte für digitale Gesundheitsanwendungen, datengetriebene Forschung, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und den Einsatz spezialisierter KI-Modelle in Medizin und Life Sciences.


Antragsberechtigt sind Verbundprojekte aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Vorhaben müssen durch die Industrie initiiert und koordiniert werden und reale industrielle Anwendungsfälle adressieren.


Aufgrund der vorgesehenen Verbundstruktur und der Fokussierung auf eine umfassende vertikale Integration wird erwartet, dass Konsortien in der Regel eine Gesamtzuwendung von 10 bis 20 Millionen Euro beantragen. Die erste Förderphase kann bis zu drei Jahre dauern und bei erfolgreichem Verlauf um bis zu zwei weitere Jahre verlängert werden.


Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens 1. November 2026 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.


Wenn Sie bereits eine Projektidee entwickeln und hierfür Kontakte im Space2Health-Netzwerk suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung unter support@space2health.de


Weitere Informationen unter:

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