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Richtlinie zur Förderung von Pilotprojekten für sichere Verarbeitungsumgebungen in der Gesundheitsforschung

  • 17. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Entwicklung und Erprobung von Secure Processing Environments (SPE) für die Gesundheitsforschung. Ziel ist es, sensible Gesundheitsdaten aus bestehenden Forschungsdateninfrastrukturen künftig sicher, datenschutzkonform und sektorenübergreifend für die Forschung nutzbar zu machen.



Im Fokus stehen sichere Verarbeitungsumgebungen, in denen Gesundheitsdaten verarbeitet und miteinander verknüpft werden können, ohne dass sensible Daten die geschützte Infrastruktur verlassen. Gleichzeitig sollen die Lösungen Anforderungen an Datenschutz, IT- und Cybersicherheit, Interoperabilität und Nutzerfreundlichkeit erfüllen und eine Anschlussfähigkeit an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) ermöglichen.


Für Space2Health ergeben sich insbesondere Anknüpfungspunkte bei datengetriebenen Gesundheitsanwendungen, medizinischer Forschung, KI und der sicheren Verarbeitung multimodaler Gesundheitsdaten. Auch Fragestellungen an der Schnittstelle von Raumfahrt- und Gesundheitstechnologien, beispielsweise bei der Nutzung und Analyse komplexer medizinischer Daten aus unterschiedlichen Quellen, können grundsätzlich interessante Anknüpfungspunkte bieten.


Gefördert werden Einzelprojekte sowie kleine Verbundprojekte mit in der Regel bis zu drei Partnern, die technische und organisatorische Komponenten für sichere Verarbeitungsumgebungen entwickeln und erproben. Die entwickelten Lösungen sollen modular, interoperabel und auf unterschiedliche Anwendungsbereiche der Gesundheitsforschung übertragbar sein. Eine Anbindung an bestehende Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen (GFDI) ist dabei zwingend erforderlich.


Mögliche Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Entwicklung und Erprobung technischer Schnittstellen und Komponenten zur sicheren Datenbereitstellung und -verarbeitung

  • moderne Verschlüsselungs- und Sicherheitstechnologien sowie Cybersecurity

  • Lösungen für den Zugriff und die Analyse multizentrischer Gesundheitsdaten

  • Konzepte für Identifikation, Berechtigungen und Nutzerfreundlichkeit

  • Datenschutzkonzepte, Governance-Modelle und regulatorische Anforderungen

  • Definition von Mindestanforderungen und Interoperabilitätsstandards

  • standardisierte Schnittstellen, Dokumentation, Reproduzierbarkeit und Qualitätssicherung

  • Einsatz moderner Analysemethoden wie beispielsweise maschinelles Lernen


Die Pilotprojekte sollen multimodale Daten berücksichtigen und bestehende multizentrische Gesundheitsdaten zur Erprobung der entwickelten Komponenten nutzen. Die entwickelten Lösungen sollen anschließend möglichst als Open Source für weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung stehen.


Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, institutionell geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit. Wirtschaftlich tätige Einrichtungen und Unternehmen sind grundsätzlich nicht antragsberechtigt. Unternehmen können jedoch, sofern dies für die Projektdurchführung sinnvoll ist, beispielsweise über Unteraufträge eingebunden werden. Die Projekte müssen interdisziplinär aufgestellt sein und insbesondere Expertise aus IT- und Datenwissenschaften sowie klinisch-epidemiologischer und biomedizinischer Forschung einbeziehen.


Die Laufzeit der Pilotprojekte kann bis zu drei Jahre betragen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Die konkrete Einreichungsfrist für die Projektskizzen ist im vorliegenden Auszug noch nicht enthalten. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme ist der DLR Projektträger – Bereich Gesundheit beauftragt.


Wenn Sie bereits eine Projektidee im Bereich sichere Gesundheitsdaten, KI, digitale Gesundheitsforschung oder an der Schnittstelle von Raumfahrt- und Gesundheitstechnologien entwickeln und hierfür Partner im Space2Health-Netzwerk suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung unter support@space2health.de.


Weitere Informationen finden Sie hier.

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