Bekanntmachung zur Förderung von Maßnahmen zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen im Rheinischen Revier
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Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die einen nachhaltigen und innovationsbasierten Strukturwandel im Rheinischen Revier voranbringen. Ziel ist es, neue Innovationsfelder aufzubauen, regionale Wertschöpfung zu stärken und die Region langfristig als attraktiven Forschungs- und Innovationsstandort zu positionieren.

Gefördert werden regionale Innovationsverbünde, die gemeinsam ein klar definiertes Forschungs- und Innovationsthema bearbeiten. Dabei müssen Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Neben Hochschulen und Forschungseinrichtungen können auch Unternehmen, insbesondere KMU, sowie Akteure aus Verwaltung, Verbänden oder Zivilgesellschaft eingebunden werden.
Die Förderung ist ausdrücklich themen- und technologieoffen gestaltet. Mögliche Themen reichen von technologischen Innovationen über soziale Innovationen bis hin zu Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Besonders adressiert werden Vorhaben mit Potenzial für regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung.
Gefördert werden sowohl die Vorbereitung als auch die Umsetzung von Innovationsverbünden.
Förderphase 1: Konzepterstellung
Zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Innovationskonzepts können bis zu drei Verbundpartner eine Förderung von insgesamt bis zu 200.000 Euro erhalten. Die Laufzeit beträgt maximal 12 Monate.
Förderfähig sind beispielsweise:
Entwicklung einer gemeinsamen Innovationsstrategie
Potenzial- und Marktanalysen
Aufbau von Innovations- und Kooperationsstrukturen
Workshops und Vernetzungsveranstaltungen
Innovationsmanagement und Coaching
Vorbereitung der Umsetzungsphase
Förderphase 2: Umsetzung
Besonders überzeugende Verbünde können anschließend für die Umsetzung ihres Konzepts gefördert werden.
Gefördert werden unter anderem:
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis hin zu Prototypen
Personal für Forschung und Entwicklung
Transfer- und Netzwerkaktivitäten
Wissenschaftskommunikation
Qualifizierungsmaßnahmen
Patentaktivitäten von KMU
Instrumente, Ausrüstung und projektbezogene Sachmittel
Kooperations- und Innovationsmanagement
Die Umsetzungsphase kann in der Regel drei bis fünf Jahre dauern. Anschließend ist eine einmalige Verlängerung um weitere drei bis fünf Jahre möglich.
Antragsberechtigt sind Verbünde mit mindestens einem wissenschaftlichen Partner (z. B. Hochschule oder Forschungseinrichtung) und einem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, vorzugsweise einem KMU.
Die Verbundpartner müssen grundsätzlich im Rheinischen Revier angesiedelt sein und das Vorhaben muss dort seine Wirkung entfalten. Förderfähig sind insbesondere Akteure aus den nach dem Investitionsgesetz Kohleregionen definierten Fördergebieten des Rheinischen Reviers. Partner außerhalb der Region können nur in begründeten Ausnahmefällen eingebunden werden, wenn deren wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kompetenzen für das Vorhaben zwingend erforderlich sind und vergleichbare Kompetenzen im Rheinischen Revier nicht verfügbar sind.
Das Antragsverfahren ist mehrstufig angelegt:
Einreichung einer Projektskizze
Aufforderung zur Erstellung eines detaillierten Konzepts
Förmlicher Förderantrag
Die Projektskizzen sollen den Beitrag zum Strukturwandel, das Innovationspotenzial, die geplanten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die vorgesehene Partnerstruktur darstellen. Die Einreichung von Projektskizzen ist laufend möglich. Nach positiver Bewertung werden die Verbünde zur Ausarbeitung eines Förderkonzepts und anschließend zur Antragstellung aufgefordert.
Für das Space2Health-Netzwerk bietet die Förderrichtlinie interessante Möglichkeiten, interdisziplinäre Innovationsverbünde an der Schnittstelle von Gesundheit, Digitalisierung, Raumfahrt, KI, Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung aufzubauen. Insbesondere Projekte mit starkem Transferbezug und regionalem Mehrwert können von dieser Förderung profitieren.
Wenn Sie bereits eine Projektidee entwickeln und hierfür Partner im Space2Health-Netzwerk oder passende Kontakte für eine internationale Kooperation suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung und Konsortialbildung unter support@space2health.de.
Weitere Informationen: https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2026/03/2026-03-19-bekanntmachung-rheinisches-revier.html

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