Bekanntmachung zur Förderung von Projekten zum Thema „6G-Feldtests: Brücke zur Kommerzialisierung von der Infrastruktur bis zum Endgerät“
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Aktualisiert: vor 12 Stunden
Mit einer neuen Fördermaßnahme unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Weiterentwicklung und praktische Demonstration von Schlüsseltechnologien für den zukünftigen Mobilfunkstandard 6G. Ziel ist es, die Markteinführung von 6G vorzubereiten, die technologische Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen in konkrete Anwendungen zu beschleunigen.

Gefördert werden industriegeführte Verbundprojekte, die innovative 6G-Technologien bis hin zu Funktionsprototypen weiterentwickeln und in groß angelegten Ende-zu-Ende-Feldtests unter realen Bedingungen demonstrieren. Im Mittelpunkt stehen insbesondere der Nachweis eines konkreten Mehrwerts von 6G-Technologien gegenüber bestehenden Kommunikationslösungen sowie die Erprobung sogenannter 6G-exklusiver Features.
Die geförderten Vorhaben sollen gesellschaftlich oder wirtschaftlich relevante Anwendungsszenarien adressieren. Genannt werden unter anderem:
Telemedizin und digitale Gesundheitsversorgung
Vernetzte Robotik
Industrie 4.0
Mobilitätsanwendungen
Öffentliche und nichtöffentliche Mobilfunknetze
Für das Space2Health-Netzwerk ergeben sich insbesondere Anknüpfungspunkte im Bereich digitaler Gesundheit, Telemedizin, KI-gestützter Gesundheitsanwendungen, medizinischer Sensorik sowie der sicheren und resilienten Datenübertragung. Auch Anwendungen an der Schnittstelle von Raumfahrt- und Kommunikationstechnologien, beispielsweise satellitengestützte Konnektivität für Gesundheitsanwendungen oder medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen, können interessante Bezüge aufweisen.
Mögliche Forschungsschwerpunkte umfassen:
Entwicklung anwendungsspezifischer 6G-Architekturen und Ende-zu-Ende-Lösungen
Entwicklung von 6G-fähigen Endgeräten und Modemtechnologien
Integration innovativer Technologien, einschließlich Quantentechnologien
Demonstration von Leistungs- und Effizienzvorteilen gegenüber 5G, WiFi oder DECT
Untersuchung technologischer und regulatorischer Herausforderungen für die breite Einführung von 6G
Beiträge zur Standardisierung, Frequenzregulierung sowie zu den Themen Sicherheit, Resilienz und Nachhaltigkeit
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereine sowie weitere Organisationen mit Forschungs- und Entwicklungsinteresse. Die Vorhaben müssen als Verbundprojekte organisiert sein und Wirtschaft sowie Wissenschaft zusammenführen.
Unternehmen können je nach Unternehmensgröße Förderquoten von bis zu 40 Prozent, mittlere Unternehmen bis zu 50 Prozent und kleine Unternehmen bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erhalten. Hochschulen und nichtwirtschaftlich tätige Forschungseinrichtungen können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100 Prozent ihrer förderfähigen Ausgaben erstattet bekommen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe müssen Projektskizzen bis spätestens 15. Oktober 2026 eingereicht werden. Die ausgewählten Konsortien werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
Wenn Sie eine Projektidee im Bereich Telemedizin, digitale Gesundheitsversorgung, sichere Kommunikationsinfrastrukturen, KI-basierte Gesundheitstechnologien oder Anwendungen an der Schnittstelle von Raumfahrt, Gesundheit und Konnektivität verfolgen und geeignete Projektpartner suchen, unterstützt das Space2Health-Netzwerk gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung.
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